Etappe 35: Von Düsseldorf nach Bornheim (20. Juli 2024, 99 km, 218 Höhenmeter)

Ich fuhr am Flughafen und an der Düsseldorfer Messe vorbei Richtung Südwesten, wo ich auf den Rhein stieß. Bald verließ ich den Fluss kurzzeitig wieder, um durch das Zentrum von Düsseldorf zu radeln. Bald erreichte ich den Fluss ein zweites Mal und wechselte dann auf die linke Rheinseite, auf der ich dann bis nach Hause blieb. Trotz der Hitze kam ich gut voran. Nur in Köln wurde es typisch für Samstag sehr voll. Am Nachmittag erreichte ich dann Bornheim-Roisdorf.

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Der Morgen startete mit einem kleinen Problem. Die Mitarbeiter an der Rezeption, der Frühschicht hatte, war nicht über mein Fahrrad im Keller informiert und hatte auch keine Ahnung, wo der zugehörige Schlüssel wäre. Nach mehreren Nachfragen und Anrufen bei Kollegen zauberte er ein dickes Schlüsselbund hervor und ging mit mir in den Keller. Und siehe da, rasch hatte er den richtigen Schlüssel gefunden und konnte mir Zugang zu meinem Fahrrad verschaffen. Ich konnte ein letztes Mal mein Gespann bestücken und mich auf die finale Etappe machen.

Zunächst ging es durch Düsseldorf Stockum zum Rhein. Doch Düsseldorf wäre nicht Düsseldorf, wenn es nicht den einen oder anderen Schabernack bereithalten würde. Ich radelte am Rhein entlang und sah schon, dass es da wohl gestern Party gegeben haben muss. Doch nichts deutete darauf hin, dass nach 1 km Schluss war. Kein Hinweis, nichts. Die Party-Zone versperrte komplett den Weg. Kein Durchkommen. Also 1 km zurück und oberhalb der Rheinpromenade wieder Richtung Süden. Bald darauf kam der zweite Schabernack. Nun zeigten Schilder eindeutig an, dass die Rheinpromenade gesperrt wäre. Auch eine Umleitung war ausgeschildert. Nee, Jungs, nicht noch einmal. Ich vermutete, dass die Schilder von noch der EM-Fanzone herumstanden und der Weg schon lange frei war. Also fuhr ich fröhlich weiter. Und siehe da, das Hindernis war diesmal angekündigt, aber nicht vorhanden.

Rhein bei Düsseldorf, Rheinpark GolzheimRhein bei Düsseldorf, Rheinpark Golzheim

Rhein bei DüsseldorfRhein bei Düsseldorf

Rhein bei Düsseldorf mit Rheinkirmes 2024
Rhein bei Düsseldorf mit Rheinkirmes 2024

In der Nähe der Rheinkniebrücke verließ ich kurzzeitig den Rhein, um in einem kleinen Bogen zur Josef-Kardinal-Frings-Brücke zu fahren und dort den Rhein zu überqueren. Nun ging es mehr oder weniger nah am Rhein entlang Richtung Süden. Die Überschwemmungen, die noch die Hinfahrt geprägt hatten, waren schon längst abgeflossen, alle Wege waren passierbar.

Rhein bei Neuss mit Blick auf Düsseldorf
Rhein bei Neuss mit Blick auf Düsseldorf

Im Laufe des Tages wurde es immer heißer, es sollte heute der heißeste Tag der Reise werden. Daher machte ich in Stürzelberg bei Lidl halt, um Wasser und eine kleine Brotzeit zu bunkern. Weiter ging es durch die Rheinaue Zons-Rheinfeld und durch die Rheinau Worringen-Langel. An der Rheinfähre Langel war reger Betrieb, die Fähre war nach dem Hochwasser auch wieder in Betrieb. Ich hielt mich nur kurz auf und radelte weiter an Leverkusen vorbei. Bald erreichte ich Köln-Niehl und fuhr am Rheinhafen Niehl vorbei. Kurz bevor es in den Kölner Trubel ging, machte ich eine Brotzeitpause und packte meinen Lidl-Einkauf aus. Es gab Würstel, Salat und viel, sehr viel Wasser.

Rhein bei Dormagen


Rhein bei Dormagen

Dann ging es rein nach Köln. Die Rheinpromenade war wie üblich am Samstag bei schönem Wetter nicht voll, sondern über-über-übervoll. Ich hatte die Wahl, einen Umweg durch die Stadt zu fahren, oder 1 km zu schieben. Ich entschloss mich für’s Schieben. Doch auch als ich wieder aufsitzen konnte, war ein gutes Fortkommen nicht möglich. Die Menschenmassen hatten auch die Nebenstraße bis Rodenkirchen erfasst, so dass ich mich entschloss, die Rheinschleife östlich von Rodenkirchen auszufahren. Es waren zwar einige Kilometer mehr, aber ich kam nun wieder gut voran.

Rhein bei KölnRhein bei Köln

Tja, und dann kamen die finalen Kilometer. Es kam die Strecke, die ich wie meine Westentasche kannte: Wesseling, Bornheim, Roisdorf. Noch den kleinen Wirtschaftsweg hinauf, und ich war wieder zu Hause, wo ich von meiner Frau freudig und auch erleichtert begrüßt wurde.

Es stellte sich das seltsame Gefühl ein, das ich von anderen Touren her kenne. Es ist aus und vorbei. Meine Reise ist zu Ende. 34 Tage im Sattel, inklusive einiger Arbeitstage sechs Wochen auf Tour, jeden Tag das Ritual des Packens und Entpacken, und nun war es vorüber. Bei aller Freude über das Wiedersehen mit meiner Frau machte sich eine gewisse Leere breit, die einige Tage andauern würde. Und die ersetzt wird durch die Vorfreude auf die nächste Tour.

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