Schafskälte

Start mit Schafskälte – auf die richtige Kleidung kommt es an

Am Vorabend der großen Reise zeigt sich das Wetter von seiner kühlen Seite – die Schafskälte hat zugeschlagen. Gut, dass ich weiß, wie man sich richtig anzieht. Ein kleiner Wetterexkurs inklusive!

Morgen geht’s los – meine Fahrradreise durch UK, Irland und vielleicht auch Frankreich startet. Die Vorfreude ist riesig, die letzten Handgriffe sind getan. Das Wetter? Durchwachsen. Genauer gesagt: schafskalt.

Für die kommenden zehn Tage sind entlang meiner Route Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad angesagt – und das mitten im Juni! Dazu gesellen sich immer wieder Regenschauer, und am vierten Tag, auf dem Weg zur niederländischen Küste, soll es sogar den ganzen Tag durchregnen. Klingt nicht gerade nach Sommermärchen – aber mit der richtigen Kleidung ist das alles halb so wild.

Mein persönliches Anti-Schafskälte-Set besteht aus:

  • einer bewährten Regenjacke mit eingebautem Vertrauensbonus,

  • einer Fleecejacke als wärmende Zwischenschicht,

  • einer Regenhose, in der man sich zwar fühlt wie der Mann vom Mond – aber trocken bleibt,

  • wasserdichten Schuhen, um dem „Schlapp-Schlapp“-Geräusch nasser Sneaker zu entgehen,

  • einem Helmüberzug, damit der Regen nicht direkt in den Nacken läuft.

Wetterexkurs für Neugierige: Was ist eigentlich die Schafskälte?
Da schmunzelt mein innerer Wetterfreak – was viele nicht wissen: In jungen Jahren habe ich tatsächlich beim Wetterdienst gearbeitet. Und der Begriff „Schafskälte“ ist ein echter Klassiker unter den meteorologischen Kuriositäten.

Die Schafskälte ist eine sogenannte meteorologische Singularität – ein typisches, fast jährlich wiederkehrendes Wetterphänomen. Sie tritt meist zwischen dem 4. und 20. Juni auf, wenn sich nach ersten sommerlichen Tagen noch einmal ein Kälteeinbruch bemerkbar macht. Der Name kommt nicht von ungefähr: In dieser Zeit beginnt oft das Scheren der Schafe – und die plötzlich kühlen Temperaturen können für die frisch geschorenen Tiere durchaus kritisch werden.

Für Fahrradfahrer bedeutet das: Schichtenlook ist Pflicht, Regenklamotten sind Trumpf, und der Gedanke an einen heißen Kaffee oder Tee darf ruhig erlaubt sein.

Also: Die Taschen sind gepackt, die Kleidung bereit – und ich bin es auch. Morgen früh geht’s los. Egal ob Sonne, Regen oder Schafskälte: Die Tour kann kommen!

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