Die Sache mit der Fahrradbremse
Da ich mit meinem Bremsen nicht besonderes happy bin, wollte ich sie vor meiner Tour noch komplett tauschenlassen, von Magura zu Shimano. Tja, wenn das so einfach wäre. Buchbinder Wanniger lässt grüßen. Bin ich nun mit Magura oder mit Shimano gefahren? Hat der Wechsel geklappt oder nicht? Die Antwort auf diese Fragen findet ihr unten.
![]() |
![]() |
![]() |
Heute in einer Woche geht meine Fahrradtour nach UK und Irland los. Nicht mehr viel Zeit. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass ich mein Fahrrad erst einen Tag vor der Abfahrt in der Werkstatt abholen kann. Woran liegt es?
Mein Fahrrad, ein Koga e-Signature, ist für lange Reisen richtig super. Ich bin sehr zufrieden, mit einem kleinen Abstrich. Mit der Bremse, einer Magura MT5, bin ich nicht wirklich glücklich. Ich habe mich, als ich das Fahrrad zusammengestellt habe, für diese Bremse entschieden, weil es ein deutsches Produkt ist. Allerdings kennt das Teil im Ausland kaum jemand, so dass man nur schwer Unterstützung bei Problemen bekommt. Daher wollte ich die Magura- durch eine Shimano-Bremse ersetzen lassen. Und da begann die Odysee.
- Der Hersteller sagte: „Wir sind Hersteller, keine Umrüster. Fragen Sie doch den Händler.“
- Der Händler sagte: „Wir sind Händler, aber keine Umrüster. Fragen Sie doch Shimano.“
- Shimano sagte: „Wir sind Bremsenhersteller, keine Fahrradexperten. Fragen Sie den Hersteller.“
- Und ich dachte: „Fragt mich mal jemand?“
Natürlich könnte man das Ganze auch einfach selbst umbauen. Aber dann greift der Versicherungsschutz im Fall eines Unfalls womöglich nicht mehr. Der TÜV müsste den Umbau abnehmen – theoretisch möglich, aber praktisch mit wochenlangen Wartezeiten verbunden. Und wehe, etwas ist nicht ganz korrekt – dann kann das Fahrrad sogar stillgelegt werden.
Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bleibe bei Magura. Die Werkstatt meines Vertrauens hat versprochen, mir die besten verfügbaren Magura-Bremsbeläge zu besorgen – idealerweise mit hoher Standfestigkeit. Leider sind genau diese Beläge gerade nicht lieferbar. Sie könnten am Mittwoch kommen. Falls nicht, fahre ich mit Standardbelägen los – und lasse mir die guten nachsenden.
Ja, es ist spannend bis zum Schluss. Mein Fahrrad hole ich am 6. Juni aus der Werkstatt, und am 7. Juni geht es los – mit oder ohne Superbeläge. Und jetzt bremse ich mal meine Aufregung. Schließlich bin ich bald wieder unterwegs.
No responses yet